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Einsiedelei am Palfen

Die Einsiedelei am Palfen, wie die Eremitage hoch über der Stadt Saalfelden auch genannt wird, wurde samt kleiner Kapelle, im 17. Jahrhundert, oberhalb des Schlosses Lichtenberg auf einem Felsen erbaut. Sie ist die letzte bewohnte Eremitage in Europa und dient vielen Urlaubgästen wie auch Einheimischen als Rastplatz der Seele.

Knapp über dem Schloss Lichtenberg in der Wald-Zone des Steinernen Meeres, am Fuße einer Felswand, liegt die weißleuchtende "Einsiedelei", dessen Anblick Sie schier ständig vom Tale aus begleitet. Jährich finden dort Bergmessen und Gottesdienste an bestimmten Tagen statt. Die Heilig Abend Andacht zu Weihnachten, am 24.12., die unter großer Beteiligung der Bevölkerung stattfindet, ist wohl die mystischste und besinnlichste Andacht weit und breit.

Während der Sommermonate betreut und bewohnt Bruder Raimund von der Thannen als 32. Eremit die kleine Klause. In einer Seehöhe von 1006 Metern gelegen, ist die Einsiedelei in Saalfelden heute ein beliebter Ausflugsort. Nach einer Gehzeit von etwa 30 Minuten erreichen Sie diesen Platz, der Ruhe und Kraft ausstrahlt, so die Beschreibung vieler Besucher.

Nachdenken, Beten, die Stille und den traumhaften Ausblick auf das Saalfeldener Becken und die Hohen Tauern genießen oder einen "Plausch" mit Bruder Raimund halten, der sich durch den Verkauf von Getränken an durstige Besucher ein paar Euro verdient. Zwölf- bis fünfzehntausend Besucher suchen jährlich diese Tankstelle geistiger Energie auf.

Ein besonderer Kraftort, ein Ausflugsziel der besonderen Art, das sich ideal mit einer kleinen Wanderung auf die Steinalm kombinieren lässt. 

Geschichte der Einsiedelei

Die erste Erwähnung der Kirche stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der erste Einsiedler war ein Bergbauernsohn aus Embach, der einem Franziskanerorden angehörte. Mit Hilfe der Kreuzbruderschaft von Saalfelden wurde dort eine steinerne Klause gebaut. Seit 1677 durfte man dann in der Kapelle die Hl. Messe feiern. 35 Jahre lebte er in der Klause. Dann, so wird erzählt, habe er ein "verbotenes Buch" gelesen, was eine schwere Betrübnis in seinem Herze verursachte und ihn dazu brachte, mit einem Sprung aus dem Fenster eines Hauses sein Leben zu beenden.

Viele Eremiten folgten nach, deren Existenz von den Menschen rundum gesichert wurde, weil der Klausner auch die Aufgabe des "Feuerwächters" übertragen bekommen hatte. Wenn er irgendwo ein Feuer in dem weiten Gebiet, das sich ja ausgebreitet unterhalb von ihm erstreckte, sollte er mit den kleinen Klausenglocken Sturm läuten, damit der Brand eher gelöscht werden konnte. Er durfte im Frühjahr und Herbst bei den Bauern sammeln gehen und bekam so Vorräte an Getreide, Mehl, Obst, Kartoffeln, Schmalz und andere Lebensmittel.

Zur Einsiedelei gehören zwei Halbhöhlen, die schon 1931 von Czoernig vermessen worden sind. In einer steht die "Georgskapelle", wobei, wegen der vielen Veränderungen, heute nicht so recht auszumachen ist, was Natur ist und was von Menschenhand geschaffen wurde. Das Altarbild zeigt einen Georg, der einem Drachen den Speer durch den Hals stößt. Das Symbol für den Sieg des "Guten" über das "Böse"! In dieser Kapelle gibt es neben den vielen Kutten, die an Haken hängen, noch einige Gedenkbretter an frühere Eremiten, und ein Bild eines weiteren "Heiligen", der sich, umgeben von zahlreichen Tieren, vor einer Höhle aufhält.